In der Genezarethkirche am Herrfurthplatz 14 in Neukölln. Falls die Eingangstür geschlossen ist, bitte im Garten rechts schauen oder an der linken Seite der Kirche bei den Fenstern klopfen.
Freiraum ist, was Menschen daraus machen. Das Tempelhofer Feld ist mehr als eine freie Fläche. Es ist ein einzigartiger Ort für Berlin – für alle Menschen, für Natur und Klima und für demokratische Teilhabe.
Bebauung löst keine Mietenkrise
Bauen auf dem Feld wäre teuer und würde die Mietenkrise nicht lösen, im Gegenteil: Hohe Mieten auf dem Feld würden auch den Mietspiegel der umliegenden Quartiere nach oben treiben. Es gibt genug Potenziale für Wohnraum ohne das Feld: 1,5 Mio. m² leerstehende Gewerbeflächen, 60.000 bereits genehmigte Wohnungen sowie Parkplätze und einstöckige Discounter, Mietpreisbremse für möblierte Mikroapartments. Selbst laut Senatsplänen gibt es Platz für 250.000 neue Wohnungen, ohne das Feld.
Das Tempelhofer Feld ist als öffentlicher Raum für alle zugänglich, ohne Konsumzwang und unabhängig von Einkommen und Herkunft. Aufgrund seiner Dimension, Geschichte und Vielfalt der Möglichkeiten ist es einzigartig. Entscheidend ist das Zusammenspiel verschiedener Qualitäten: Naturschutz und Erholung, ökologische Leistungen, Sport und Freizeit, Bildung, Kultur und Kreativität sowie soziale Begegnung und demokratische Aushandlung. Gerade dieses Zusammenspiel macht die besondere gesellschaftliche Bedeutung des Feldes aus. In einer wachsenden Stadt sind frei zugängliche Orte wie das Tempelhofer Feld unverzichtbar für Gesundheit, Lebensqualität und sozialen Zusammenhalt.
Das Tempelhofer Feld ist eine der wichtigsten innerstädtischen Freiflächen Berlins. Seine rund 304 Hektar sind bedeutend für Klimaschutz, Kaltluftversorgung und Hitzevorsorge in den dichtgebauten Quartieren der Umgebung.
Das Feld ist ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche bedrohte Tier und Pflanzenarten. Feldlerchen, Wildbienen, Zauneidechsen und viele weitere Arten finden hier einen der letzten großen Rückzugsräume mitten in der Stadt. Als Kernfläche des Berliner Biotopverbunds trägt das Feld zudem dazu bei, Lebensräume zu erhalten und miteinander zu verbinden.
Gerade in der Klima- und Biodiversitätskrise sind solche großen zusammenhängenden Freiflächen unverzichtbar. Was Berlin für Kühlung, Artenvielfalt und Lebensqualität braucht, darf nicht bebaut werden.
Das Tempelhofer Feld ist ein Ort demokratischer Selbstbestimmung. 2014 haben die Berliner:innen per Volksentscheid entschieden: Das Feld bleibt unbebaut. Mit dieser Entscheidung trat auch das Tempelhofer-Feld-Gesetz in Kraft.
Seitdem wurde die Zukunft des Feldes nicht einfach über die Köpfe der Berliner:innen hinweg geplant. Mit dem Entwicklungs- und Pflegeplan (EPP), der Feldkoordination und weiteren Beteiligungsformaten gibt es ein einmaliges Beteiligungsmodell, mit denen Bürger:innen die Entwicklung des Feldes mitgestalten können.
Diese Beteiligung muss erhalten und weiterentwickelt werden. Direkte Demokratie darf nicht nur dann gelten, wenn ihr Ergebnis politisch bequem ist.
Das angekündigte Video mit Jella Haase ist noch nicht hinterlegt.
Wahlprüfsteine 2026
Augen auf bei der Wahl
Die Berlin-Wahl 2026 wird maßgeblich über die Zukunft des Tempelhofer Feldes entscheiden. Deshalb gilt: Informieren. Nachfragen. Wählen gehen.
Angesichts der Wahl im September 2026 brauchen die Berliner:innen klare und verbindliche Antworten: Wer steht für den vollständigen Erhalt des Tempelhofer Feldes und wer nicht? Wir haben die Kandidierenden deshalb um eine eindeutige Position zu drei Themen gebeten:
1. Erhalt des Tempelhofer Feldes
(A) Wie stehen Sie zu dem vollständigen Erhalt des Tempelhofer Feldes?
(B) Wie stehen Sie zu einer Bebauung des Feldes?
(C) Wie stehen Sie zu Privatisierung von Flächen des Tempelhofer Feldes?
(D) Werden Sie sich dafür einsetzen, dass das Tempelhofer Feld im Flächennutzungsplan/FNP als Grünfläche ausgewiesen wird?
2. Tempelhofer-Feld-Gesetz (THFG)
Die Wohncontainer auf dem Tempelhofer Feld sollten ursprünglich dort nur zwei Jahre stehen, so wurde es 2016 bei der Gesetzesänderung versprochen.
(A) Werden Sie sich dafür einsetzen, dass die Container zurückgebaut werden, wenn ja in welchem Zeitraum?
(B) Werden Sie sich dafür einsetzen, dass geflüchtete Menschen, insbesondere diejenigen, die aktuell in den Hangars und in den Containern auf dem Tempelhofer Feld leben, zeitnah dezentral und menschenwürdig untergebracht werden? Wenn ja, welchen Zeitraum streben Sie an?
(C) Werden Sie sich für dafür einsetzen, dass die seit 2014 vorgenommenen Änderungen des THFG wieder zurückgenommen werden?
3. Bürgerbeteiligung
Der Entwicklungs- und Pflegeplan (EPP) folgt aus dem THF-Gesetz und ist das Ergebnis eines intensiven Beteiligungsprozesses. Der EPP bietet eine klare Vision für die Zukunft des Tempelhofer Feldes, sein Ziel ist u.a., die Aufenthaltsqualität stetig weiterzuentwickeln. Die Feldkoordination ist das Gremium, das die Bürgerbeteiligung koordiniert und umsetzt. Damit das im Sinne des THF-Gesetzes durchgeführt werden kann, ist eine ausreichende finanzielle und personelle Ausstattung nötig. In diesem Jahr wurden die Gelder so massiv gekürzt, so dass die Aufgaben nicht mehr effektiv erfüllt werden können.
(A) Werden Sie sich für eine handlungsfähige Feldkoordination einsetzen? Und Wenn ja, wie?
(B) Werden Sie sich für die Umsetzung des Entwicklungs- und Pflegeplan (EPP) einsetzen?
Die LinkeAntwort ansehenAntwort schließen
Auszug aus Wahlprogramm
Tempelhofer Feld als Freifläche erhalten
Das Tempelhofer Feld ist als Ganzes frei zu halten und das per Volksentscheid beschlossene Gesetz muss erhalten bleiben. Das Feld hat eine enorme Bedeutung für die soziale und ökologische Stadtentwicklung. Deshalb lehnen wir die Bebauung und die Privatisierung des Tempelhofer Feldes weiterhin ab. Dank des Volksentscheids wurde das Feld vor dem Zugriff von Spekulant*innen und einer drohenden Luxusbebauung bewahrt. Heute wird das Feld an warmen Tagen von an die 100.000 Menschen besucht, die das Gelände als kostenlosen Erholungs- und Freizeitort für sich entdeckt und es sich gemeinschaftlich angeeignet haben. Bei dem Tempelhofer Feld geht es deshalb um mehr als um den Erhalt einer Grünfläche. In einer wachsenden und schon stark verdichteten Innenstadt ist es unentbehrlich geworden und erfüllt das Bedürfnis nach Weite, gerade für Menschen, die in beengten Kiezen und Wohnverhältnissen leben. Wir brauchen das Tempelhofer Feld insbesondere auch als smoghemmende Kaltluftschneise und zum Erhalt von Natur. Grünflächen verbessern das Stadtklima sowie die Luftqualität und speichern Versickerungswasser. Das Tempelhofer Feld dient auch als Lebensraum für Pflanzen und Tiere.
Das Tempelhofer Feld wird als Grünfläche ausgewiesen.
„Wir wollen, dass das Tempelhofer Feld nicht bebaut wird und dafür treten wir auch an.“
Auszug aus Wahlprogramm
DAS TEMPELHOFER FELD ERHALTEN
Das Tempelhofer Feld ist für uns unverzichtbar – der Volksentscheid ist bindend. Wir lehnen jede Bebauung ab. Das Tempelhofer Feld ist ein einmaliger Ort der Naherholung, für Sport, Kultur und Freizeit, für soziales Miteinander sowie für Umwelt, Natur und Stadtklima. Wir wollen, dass das so bleibt.
Das Tempelhofer Feld, mit seiner herausragenden Bedeutung für das Stadtklima und seiner Funktion als wichtige Kaltluftquelle, Lebensraum zahlreicher Pflanzen- und Tierarten sowie einzigartiger Erholungsort, soll weiterhin geschützt bleiben.
https://youtube.com/shorts/ll1IVSUjQpg?feature=share 16:31 Antje Mareike Witt So der Text bei youtube?
SPDAntwort ansehenAntwort schließen
Zitat Steffen Krach
„[…] dieses Feld weiterzuentwickeln für die Menschen, zu einem richtigen Park weiterzuentwickeln, wo man Freizeitmöglichkeiten nachgehen kann, Sportmöglichkeiten und so weiter.“
Auszug aus Wahlprogramm
Das Tempelhofer Feld ist ein besonderer Ort für Klima, Bewegung und soziales Miteinander. Wir erhalten es in seiner heutigen Funktion und entwickeln es behutsam weiter. Um die Aufenthaltsqualität des Felds zu verbessern, bringen wir notwendige gesetzliche Anpassungen auf den Weg. Wohnungen am Feldrand kommen nicht in Frage, solang die bisherigen Flächen in Berlin ungenutzt sind – Vorrang haben bestehende Baupotenziale. Im Umfeld des Flughafengebäudes setzen wir auf landeseigenen und genossenschaftlichen Wohnungsbau, ohne in das Feld einzugreifen. Das Gebäude selbst beleben wir neu und öffnen es für vielfältige Nutzungen.
Wir bekennen uns klar zur Randbebauung des Tempelhofer Feldes. Auf den Randflächen des Feldes sollen mehr als 20.000 neue Wohnungen für etwa 50.000 Menschen entstehen. Darüber hinaus soll das Tempelhofer Feld als Ort für Sport, Freizeit, Kultur und Erholung erhalten und zugleich gezielt weiterentwickelt werden.
Wir wollen auf Teilen des Tempelhofer Feldes einen neuen Stadtwald entwickeln, der als zweite „Grüne Lunge“ Berlins – analog zum Tiergarten – nachhaltig das Stadtklima verbessern und so die Lebensqualität der Berlinerinnen und Berliner steigern soll.
Du willst dich für den Erhalt des Tempelhofer Feldes einsetzen? Komm zu einer Veranstaltung, verteile unsere Materialien oder teile die Kampagne in deinem Umfeld. Du brauchst keine Vorkenntnisse. Jede Unterstützung zählt.
Alle Veranstaltungen
Aktionstreffen
19:00 Teamtime
In der Genezarethkirche am Herrfurthplatz 14 in Neukölln. Falls die Eingangstür geschlossen ist, bitte im Garten rechts schauen oder an der linken Seite der Kirche bei den Fenstern klopfen.
Material zum Verteilen und Teilen
Mit unseren Materialien kannst du die Kampagne für den Erhalt des Tempelhofer Feldes sichtbar machen. Lade die Motive herunter, drucke sie aus oder teile sie online. Bitte verwende die Motive unverändert.
Flyer · PDF · 1,4 MB
Kein Monopoly mit dem THF – Augen auf bei der Wahl
Damit das Feld frei bleibt, brauchen wir deine Unterstützung.
Die Kampagne wird durch Spenden ermöglicht. Unterstütze die Initiative per PayPal, Überweisung oder über Betterplace und hilf mit, das Tempelhofer Feld unbebaut zu erhalten.
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